FDP Rüsselsheim

Leben in der Kommune, Innenstadt, Umwelt

So sehr die Menschen die Ereignisse in der Welt auch beschäftigen: Das tägliche Leben findet in der Kommune statt! Die kulturellen, sportlichen und sozialen Angebote sowie die Mitwirkungsmöglichkeiten in Vereinen und Einrichtungen entscheiden wesentlich über die Lebensqualität und Teilhabechancen vor Ort. Kultur und Sport gelten manchen heute als „freiwilliges“, verzichtbares Angebot der Kommunen. Das sehen Freie Demokraten anders.

Für Freie Demokraten sind die öffentlichen und privaten Investitionen für Kultur und Sport echte Zukunftsinvestitionen. Ohne die Möglichkeiten der Bürger, sich hier einzubringen, wären die Kommunen wirklich arm. Freie Demokraten wollen die Bereitstellung von Infrastruktur, Einrichtungen und Programm sicherstellen. Vor allem aber wollen Freie Demokraten durch gezielte Förderung die Bürgergesellschaft vor Ort stärken: Je mehr Menschen sich in kulturellen, sportlichen und sozialen Initiativen engagieren, desto größer und vielfältiger sind die Angebote, desto tiefer und fester aber auch der gesellschaftliche Zusammenhalt und die Identität des Gemeinwesens. Gerade hier entfaltet sich das Ehrenamt besonders fruchtbar. Gerade hier findet Jugendförderung und Integration statt. Gerade hier nehmen Bürger Verantwortung in Trägervereinen wahr. Kunst und Kultur sowie Sport- und Freizeitangebote sind aber auch wichtige Standortfaktoren für Städte und Gemeinden: Sie stärken den Tourismus, fördern die Ansiedlung von Unternehmen und beeinflussen die Wohnortentscheidung bei Fach- und Führungskräften sowie Familien.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Wir Liberale fordern, dass die Rüsselsheimer Betreuungseinrichtungen wie Kindergarten, Vorschule, Betreuungsschule, Babykrippen usw. mittels bedarfsgerechter Öffnungszeiten, günstiger Tarife und bürgernaher Mitsprache eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewährleisten. Wir fordern über das städtische Angebot hinaus gehend auch die Förderung und Unterstützung privater Initiativen und Einrichtungen.

Förderung des Sports / der Kultur / des Vereinsleben in Rüsselsheim

Die FDP Rüsselsheim tritt dafür ein, dass Vereine und Initiativen die notwendigen Freiräume und Rahmenbedingungen erhalten, um sich angemessen entfalten zu können. Von Vereinen oder Bürgerinitiativen getragene Einrichtungen haben stets Vorrang vor öffentlichen Einrichtungen und Institutionen.
Für die FDP sind Eigeninitiative, Selbsthilfe und das Ehrenamt untrennbar verbunden mit dem Einsatz für die Gemeinschaft. Die Kultur, der Sport- und die Vereinsförderung ist für uns Liberale ein integraler Bestandteil unserer Kommunalpolitik. Dabei sind wir Liberale offen für alternative Wege und neue Ideen. Gleichzeitig gilt es, die gewachsenen Kultureinrichtungen der Stadt zu bewahren und weiter zu entwickeln.

Auch im Sport fordern wir, die Förderung des Vereinssports beizubehalten, denn die Sportvereine sind herausragende Beispiele für funktionierende Bürgergemeinschaften, insbesondere dem Miteinander von jung und alt. Jugendliche, die sich in Sportvereinen betätigen, erfahren dort den Wert von Fairplay, von gemeinschaftlichem Denken und Handeln und ethischen Grundnormen der Gemeinschaft

Eine lebendige City-Rüsselsheim durch eine bürgerorientierte Stadtentwicklung

Wir Liberale unterstützen alle Anstrengungen, den Kern unserer Stadt mit seiner noch bestehenden Mischung aus Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie und Handwerk zu erhalten und zu verbessern. Wir sind bestrebt, die innerstädtischen Standorte des Einzelhandels zu sichern, zu fördern und zu verbessern. Die Revitalisierung des Stadtkerns von Rüsselsheim zwischen Frankfurter Straße, Marktstraße, Bahnlinie und Mainufer ist eines unserer zentralen Anliegen.
Das Mainufer soll attraktiver gestaltet und zu einem Schmuckstück unserer Stadt entwickelt werden. Hierfür schlagen wir folgendes Innenstadtgestaltungskonzept vor:

Umgestaltung des Rathausplatzes: Freistellung mit Umrandung und Veranstaltungsbühne. Der Gestaltungsvorschlag orientiert sich an der Gestaltung südeuropäischer  „Hauptplätze“, etwa dem „Plaza Major“ einer spanischen Stadt. Diese Plätze sind im Zentrum frei geräumt, sind baulich umrandet und bieten rund herum häufig einen Arkadengang zusammen mit kleinen Geschäften und  Bewirtungsflächen. Unser Rathausplatz ist weitgehend baulich umrandet, die Fassadenstruktur ist noch intakt und bildet ein Ensemble, lediglich an zwei Stellen sollte man an eine Ergänzung nachdenken. Arkadengänge können wir nicht nachträglich verwirklichen, aber wir können über einen Lauben- bzw. Pergolengang nachdenken, etwa geschützt bzw. markiert durch eine vorgestellte Platanenreihe, so könnte sich eine ansprechende Bewirtungs- bzw. Geschäftszone etablieren. Natürlich ist das Zukunft, denn im Moment blockieren Deutsche Bank und Commerzbank mit ihren Geschäftsstellen eine entsprechende Entwicklung des Platzes, aber man braucht nur die Nachrichten zu verfolgen, um ernsthaft annehmen zu dürfen, dass diese (kleineren) Geschäftsstellen demnächst aufgegeben werden.

Skizze

Anmerkungen:

M1  Ich schlage einen wetterfesten beheizbaren Pergolengang vor, dem eine Platanenreihe als Abgrenzung/Sichtschutz vorgelagert ist. Platanen lassen sich in der Höhe auf ca. 3 m begrenzen, die Fassade der Häuser würde so sichtbar bleiben, das Ensemble also erhalten.

M2       Ein schmaler Rundbau (Höhe 3-4 m, Tiefe ca. 3 m) nimmt die Rundung der Straße auf und grenzt den Platz nach außen ab. Vorgelagert ist eine Bühne (Höhe ca. 0,5 m) für Liveveranstaltungen.

Im Erdgeschoss des Rundbaus sollen Toiletten sein, damit diese nach meiner für unsere Stadt unhaltbare hygienische Situation bei Veranstaltungen  endlich bereinigt wird.

Im Obergeschoss soll die für Events nötige Veranstaltungstechnik von der Leinwand bis zur Videowand fest installiert werden, damit eine leichthändige Bespielung der Bühne bzw. des Platzes möglich wird.

M3       Der Ratskeller erhält einen Eingang vom Marktplatz aus, dazu eine eigene Bewirtungsfläche. Hier muss der Denkmalschutz mitspielen, wahrscheinlich muss man den Eingang entsprechend des bestehenden gestalten. Aber prinzipiell sollte dies zustimmungsfähig sein.

M4       Der Zu- bzw. Abgang zur Mainzer Straße könnte durch ein „Markttor“ erfolgen, wenn man dieses  elegant gestaltet, braucht das nicht kitschig zu wirken.

M5       Der Gewerbebrunnen könnte natürlich an seinem Ort stehen bleiben, aber näher herangerückt an die Stadtkirche würde er dem Treiben auf dem Platz etwas entzogen und damit sogar besser zur Geltung kommen.

Rüsselsheim, eine sichere Stadt!

Wir Liberale fordern den konsequenten Schutz der Bürger vor Gewalt, Kriminalität und Belästigung. Rüsselsheim muss auf das steigende persönliche Unsicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger reagieren und für eine gute Zusammenarbeit aller Verantwortlichen – z. B. im Präventionsrat – sorgen. Einzelne Themen dürfen dabei nicht tabuisiert werden. Sicherheit in der Öffentlichkeit, also auf Straßen, Plätzen, in Anlagen, in öffentlichen Einrichtungen usw. ist nur unter einer aktiven Mithilfe der Bürger selbst zu erreichen. Hier gilt es, für neue Ideen zu werben: „Hinsehen, statt wegschauen! Helfen, statt wegducken!“

Engagement und Zivilcourage sind Bürgertugenden, für die wir Liberale werben.

Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen in Rüsselsheim

Umweltschutz ist eine Angelegenheit für alle Bürgerinnen und Bürger. Eine liberale Kommunalpolitik handelt nach dem Grundsatz des verantwortungsvollen Umgangs mit den natürlichen Ressourcen.

Die Themen Energieeinsparung, Flächenversiegelung, Wasserversorgung; Abwasserbehandlung und Müllentsorgung werden in Zukunft eine immer größere Bedeutung für die Kommunalpolitik einer Stadt wie auch für das umweltbewusste Handeln eines jeden Bürgers darstellen.
Dabei ist für die FDP-Rüsselsheim Umweltschutz stets eine ressort-übergreifende Aufgabe, die sich zum Ziel setzt, die Lebensgewohnheiten der Menschen und den Erhalt der Umwelt zu einem harmonischen Einklang zu bringen.